Kautionsbürgschaft vs Kleinkredit

Sie wollen umziehen und die Zahlung der Mietkaution umgehen, dann sollten Sie die Möglichkeit einer Kautionsbürgschaft in Erwägung ziehen. Der Bürgschaftsgeber überprüft die Bonität des Mieters – eine Bürgschaft gibt er nur, wenn der Mieter kreditwürdig ist – und stellt dem Mieter dann eine Bürgschaftsurkunde aus, die der anstelle der Kaution an den Vermieter übergibt. Für den Vermieter entsteht kein Nachteil, weil er berechtigte Forderungen beim Bürgschaftsgeber geltend machen kann und erstattet bekommt. Für den Mieter hat das den Vorteil, dass der die Kosten für die Kaution spart oder einen finanziellen Engpass kurzfristig überbrücken kann. Außerdem lässt sich die Kautionsbürgschaft auch auf folgende Mietverhältnisse übertragen.


Was die Kautionsbürgschaft kostet

Das Ganze gibt es natürlich nicht zum Nulltarif. Die Bürgschaftsgeber, in der Regel Versicherer verlangen dafür eine jährliche Gebühr, die um die 5 % der Kautionssumme beträgt. Um das in Zahlen deutlich zu machen hier ein Beispiel.

Bei 3.000 Euro Kaution sind 5 % 150 Euro im Jahr. Diese sind in monatlichen Raten zu zahlen, sodass ein Monatsbeitrag von 12,50 € fällig wird. In zehn Jahren zahlt ein Mieter damit aber immerhin 1.500 €, die auf immer verloren sind.

Wird die gleiche Kaution in bar gezahlt, legt der Vermieter die Kaution auf einem Konto an und am Endes des Mietverhältnisses wird das Geld verzinst wieder ausgezahlt. Das heißt, dem Mieter sind keine Kosten entstanden, er konnte nur über sein Geld nicht verfügen.


Was ein Kleinkredit kostet

Wer das Geld für die Kaution nicht hat, kann alternativ auch einen Kleinkredit aufnehmen, was das kostet, sei hier an einem Beispiel erläutert.

3.000 Euro Kredit für die Kaution zu einem Zins von 3,90 % über 24 Monate Laufzeit. Das ergibt monatliche Raten in Höhe von 130 Euro bei der günstigsten Bank. Es müssen 3120 Euro zurückgezahlt werden. Die Kosten für den Kredit liegen bei gerade 120 Euro in zwei Jahren und sind schon damit niedriger als die Kosten für die Kautionsbürgschaft, die in zwei Jahren schon 300 Euro kostet.

Da bei beiden Varianten Bonität vorausgesetzt wird, ist es augenscheinlich deutlich günstiger einen kleinen Kredit aufzunehmen, um dem Vermieter die Kaution zu hinterlegen. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass die Kaution bei Beendigung des Mietverhältnisses vom Vermieter erstattet wird.

Die Kautionsbürgschaft ist eine empfehlenswerte Variante, wenn es darum geht, einen finanziellen Engpass zu überbrücken, der dadurch entstehen kann, dass der bisherige Vermieter die Kaution noch nicht erstattet hat, aber beim neuen Vermieter schon eine hinterlegt werden muss.

Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit, die Kaution in Raten zu zahlen. Auch damit erklären sich viele Vermieter einverstanden, sodass auch kein Kredit aufgenommen werden muss, sonder kurzerhand der Dispo genutzt werden kann.


Fazit

Den größten Nutzen von der Kautionsbürgschaft haben die Bürgschaftsgeber selbst. Sie verdienen mit der einmaligen Bonitätsprüfung und dem Ausstellen der Bürgschaftsurkunde richtig viel Geld.