Kleinkredit oder Dispokredit

Der Dispositionskredit wird Verbrauchern mit entsprechender Bonität im Zusammenhang mit der Führung des Girokontos auf Antrag von der kontoführenden Bank eingeräumt, meist in der dreifachen Höhe des monatlichen Geldeingangs. Der Dispo kostet weder Bearbeitungs- noch Bereitstellungsgebühren, kann aber trotzdem bei ständiger Nutzung aufgrund der hohen Zinsen von durchschnittlich 12,5 Prozent viel teurer als ein Ratenkredit werden, zumal der Verbraucher nicht verpflichtet ist, den Dispo zu einem festgelegten Zeitpunkt auszugleichen. Das verleitet viele Menschen dazu, das Konto ständig zu überziehen und den Dispo wie ein zusätzliches Einkommen zu betrachten. Über drei Jahre gerechnet kann ein ständig im Soll geführtes Konto schnell mehr als 1.000 Euro an Zinsen kosten. Da ist der Ratenkredit oder Kleinkredit erstens deutlich günstiger und zweitens viel überschaubarer und leichter zu tilgen. Die monatliche Pflicht zur Ratenzahlung bewirkt, dass am Ende der Laufzeit der Kredit vollständig getilgt ist. Der Ratenkredit hat von Beginn an transparente und überschaubare Kosten, der Dispositionskredit aber nicht. In der Regel werden die Zinsen nur quartalsweise berechnet und wer tief in den roten Zahlen ist, erlebt dann eine böse Überraschung. Wer clever ist, nutzt die günstigen Zinsangebote für Kleinkredite und löst damit den Dispo ab.