Kredit für Wohneigentum

Die eigenen vier Wände werden in der Regel mit einem Kredit für Wohneigentum finanziert. Nur die wenigsten Menschen haben das Geld, um ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen und das aus eigener Tasche zu bezahlen. Dabei ist der Kredit für Wohneigentum nicht mit einem klassischen Ratenkredit vergleichbar, weil das Darlehen für die Immobilienfinanzierung sich in einer ganz anderen Dimension abspielt. Hier sind Beträge von 200.000 Euro oder mehr und Laufzeiten von 15, 20 oder 30 Jahren keine Seltenheit. In der Regel ist die Finanzierung von Wohneigentum eine Lebensaufgabe, mit dem Ziel, im Alter mietfrei wohnen zu können.


Eigenkapital einbringen

Zwar gibt es heute Finanzierer, die auch bei Wohneigentum eine Vollfinanzierung anbieten, aber nach wie vor gilt die Regel, dass in einen Kredit für Wohneigentum entsprechendes Eigenkapital einzubringen ist, das sich bei mindestens 25 Prozent bewegen sollte. Erstens wird dann die Finanzierung günstiger und zweitens steht sie auf sicheren Füßen. Grundsätzlich sollte so ein Vorhaben akribisch geplant werden. Dazu kann beispielsweise bereits lange vor Kauf- oder Bauabsicht ein Bausparvertrag abgeschlossen werden, mit dessen Hilfe das Eigenkapital angespart wird und ganz nebenbei kann man sich günstige Zinsen für das Darlehen sichern.


Den Finanzbedarf gut kalkulieren

Bei der Kalkulation des Finanzierungsvorhabens kann dann das Eigenkapital mit berücksichtigt werden. Oft bestimmt die Höhe des Eigenkapitals die zu zahlenden Zinsen, die aber auch von der Laufzeit des Darlehens abhängig sind. Wir der Kredit in einer Niedrigzinsphase abgeschlossen, sollte eine möglichst lange Zinsbindung gewählt werden, um so lange wie möglich, von den niedrigen Zinsen profitieren zu können. Wichtig ist natürlich auch die Höhe der monatlichen Belastung. Um die zu ermitteln, sollte ein Kassensturz erfolgen, mit dem Ziel die maximale Ratenhöhe festzulegen. Dabei sollte Augenmaß gehalten werden. Eine hohe Rate führt zwar schneller zur Entschuldung, kann aber auf Dauer zum Problem werden, wenn man sich bei der Lebenshaltung zu sehr einschränken muss.