Schacholympiade 2008 in Dresden – Hochleistungssport der grauen Zellen

Kreditvergleich.com präsentiert einen Rückblick in die Geschichte:

2008 fand die Olympiade der grauen Zellen in Dresden statt. Zur Schacholympiade lud Dresden Teilnehmer und Besucher ins Kongresszentrum ein. Um einen Platz auf dem Siegertreppchen kämpften bei den Männern 146 Teams, bei den Frauen 111 Teams aus aller Welt. Live vor Ort verfolgten 13.000 Zuschauer die packenden Spiele der Schacheliten.

Täglich 512 Paarungen wurden gespielt. Der Wettbewerb begann pünktlich um 15 Uhr, die letzte Partie startete um 22 Uhr. Alle Partien wurden erstmals im Internet live übertragen. So mussten die etwa 100.000 – in 3000 Vereinen organisierten Schachspieler in Deutschland – keine Sekunde der Reformolympiade 2008 verpassen.

Schacholympiade 2008 in Dresden – Rückblick in die Geschichte

Schach, das Spiel der Könige, hat eine lange Tradition. Vermutet wird die Entstehung des Spiels zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert. Indien, Persien und China gelten als die Ursprungsländer des Schachspiels. Verglichen mit diesem Zeithorizont ist die olympische Idee des Schachsports noch sehr jung. Sie stammt vom französischen Schachbund, der sich parallel zur 1924 in Paris stattfindenden Olympiade, zur ersten Schacholympiade überhaupt entschied.

Begeistert nahmen Schachfans aus aller Welt damals die Idee auf. Berichtet wurde über den Mannschaftswettbewerb unter dem Schlagwort Schach-Olympiade. Der Name des Wettbewerbs war damit geboren. Gewonnen hat 1924 übrigens das Team der Tschechoslowakei. Olympia der grauen Zellen betrat 1930 erstmals deutschen Boden. Damals lautete der Sieger Polen. Es folgte:

– 1936 Schach-Olympia in München (Deutschland)
– 1958 erneut München (BRD)
– 1960 Leipzig (DDR)
– 1966 Oberhausen (BRD)
– 1970 Siegen (BRD)
– 2008 Dresden (Deutschland)

Schacholympiade 2008 – die Basics

Die Schacholympiade 2008 in Dresden stand unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Insgesamt kostete der Schachevent den deutschen Michel etwa 4 Millionen Euro. Nur 2,64 Millionen davon konnten durch Spenden und Veranstaltungseinnahmen wieder ausgeglichen werden.

Wichtigster Mann zur Kontrolle der Einhaltungen des Regelwerkes war der Hauptschiedsrichter und FIDE-Generalsekretär Ignatius Leong aus Singapur. Unterstützt von insgesamt 110 Schiedsrichtern überwachte er 5485 gespielte Partien.

Austragungsort war das Kongresszentrum Dresdens. Als Reformolympiade ging das internationale Schachturnier in die Geschichte ein, da die Austragung erstmals unter den neuen Regeln stattfand. Schacholympia 2008 war so etwas, wie die Feuerprobe der lange erwarteten Reformen.

Reformolympiade 2008 – was hat sich geändert

Genau, wie im ursprünglichen Regelwerk bestand jede Mannschaft aus 4 Spielern plus Ersatzspieler. Allerdings ist seit 2008 nur noch ein Ersatzspieler statt ursprünglich zwei Mitstreitern erlaubt. Galt bis dato das Schweizer System mit 13 oder 14 Austragungsrunden, wurden nu2008 fand die Olympiade der grauen Zellen in Dresden statt. Zur Schacholympiade lud Dresden Teilnehmer und Besucher ins Kongresszentrum ein. Um einen Platz auf dem Siegertreppchen kämpften bei den Männern 146 Teams, bei den Frauen 111 Teams aus aller Welt. Live vor Ort verfolgten 13.000 Zuschauer die packenden Spiele der Schacheliten.

Täglich 512 Paarungen wurden gespielt. Der Wettbewerb begann pünktlich um 15 Uhr, die letzte Partie startete um 22 Uhr. Alle Partien wurden erstmals im Internet live übertragen. So mussten die etwa 100.000 – in 3000 Vereinen organisierten Schachspieler in Deutschland – keine Sekunde der Reformolympiade 2008 verpassen.

Schacholympiade 2008 in Dresden – Rückblick in die Geschichte

Schach, das Spiel der Könige, hat eine lange Tradition. Vermutet wird die Entstehung des Spiels zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert. Indien, Persien und China gelten als die Ursprungsländer des Schachspiels. Verglichen mit diesem Zeithorizont ist die olympische Idee des Schachsports noch sehr jung. Sie stammt vom französischen Schachbund, der sich parallel zur 1924 in Paris stattfindenden Olympiade, zur ersten Schacholympiade überhaupt entschied.

Begeistert nahmen Schachfans aus aller Welt damals die Idee auf. Berichtet wurde über den Mannschaftswettbewerb unter dem Schlagwort Schach-Olympiade. Der Name des Wettbewerbs war damit geboren. Gewonnen hat 1924 übrigens das Team der Tschechoslowakei. Olympia der grauen Zellen betrat 1930 erstmals deutschen Boden. Damals lautete der Sieger Polen. Es folgte:

– 1936 Schach-Olympia in München (Deutschland)
– 1958 erneut München (BRD)
– 1960 Leipzig (DDR)
– 1966 Oberhausen (BRD)
– 1970 Siegen (BRD)
– 2008 Dresden (Deutschland)

Schacholympiade 2008 – die Basics

Die Schacholympiade 2008 in Dresden stand unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Insgesamt kostete der Schachevent den deutschen Michel etwa 4 Millionen Euro. Nur 2,64 Millionen davon konnten durch Spenden und Veranstaltungseinnahmen wieder ausgeglichen werden.

Wichtigster Mann zur Kontrolle der Einhaltungen des Regelwerkes war der Hauptschiedsrichter und FIDE-Generalsekretär Ignatius Leong aus Singapur. Unterstützt von insgesamt 110 Schiedsrichtern überwachte er 5485 gespielte Partien.

Austragungsort war das Kongresszentrum Dresdens. Als Reformolympiade ging das internationale Schachturnier in die Geschichte ein, da die Austragung erstmals unter den neuen Regeln stattfand. Schacholympia 2008 war so etwas, wie die Feuerprobe der lange erwarteten Reformen.

Reformolympiade 2008 – was hat sich geändert

Genau, wie im ursprünglichen Regelwerk bestand jede Mannschaft aus 4 Spielern plus Ersatzspieler. Allerdings ist seit 2008 nur noch ein Ersatzspieler statt ursprünglich zwei Mitstreitern erlaubt. Galt bis dato das Schweizer System mit 13 oder 14 Austragungsrunden, wurden nun nur 11 Runden gespielt. Außerdem wurde der Auslosungsmodus geändert.

Sinn war es, krasse Unterschiede der Stärke zwischen den Teilnehmern auszugleichen. Gearbeitet wurde nun über Setzlisten, wobei die in der ersten Hälfte gesetzten Teams in den zwei ersten Runden Extrapunkte erhielten. Erst ab Runde drei wurden die Begegnungen nach tatsächlichem Punktestand ausgelost. Ein weiteres Novum war, dass erstmals bei Gleichstand der Punkte die Olympiade-Sonneborn-Berger-Wertung zu Anwendung kam.

Unpünktlichkeit und fehlende Aufmerksamkeit für den Veranstaltungsverlauf bleiben seit Olympia 2008 im Schach nicht mehr ungestraft. Jeder Spieler musste zum offiziellen Rundenbeginn am Tisch sein, sonst wurde die Partie als verloren gewertet. Insgesamt wurden durch Nachlässigkeit der Teams 5 Partien nach dieser Regel als verloren gewertet.

Weiteres Novum der Reformolympiade – kein Remis in den ersten 30 Zügen

Remis gehören zu Schachalltag, um endlose Partien zu verhindern, bei denen es am Ende keinen Gewinner geben wird. Spieler dürfen sich auf das Remis einigen, wenn sie eine Remis-Situation für die Partie erkennen. Neu war auf der Reformolympiade, dass die ersten 30 Züge gespielt werden mussten. Erst danach durften sich die Spieler auf Remis verständigen.

Über ihre Züge nachdenken durften die Spieler 90 Minuten für die ersten 40 Züge. Weitere 30 Minuten räumte das Regelwerk für den Rest der Partie ein. Pro Zug wurden allerdings zusätzlich 30 Sekunden addiert.

Teilnehmerfeld – 1270 Spieler im Wettstreit

Das Teilnehmerfeld der Schacholympiade 2008 in Dresden teilte sich in 548 Frauen und 722 Männer auf. Begrüßen durfte Dresden Teilnehmer aus insgesamt 141 Ländern der Welt. Gespielt wurde in 257 Mannschaften. Reine Damenteams traten 111 an. Offene Teams, (Männerteams, bei denen Damen mitspielen dürfen) waren es 146. Über mangelnde Prominenz konnte sich Dresden bei den teilnehmenden Schachspielern nicht beklagen. Den höchsten Elo-Schnitt (2756) hatte die Aufstellung Russlands.

Unter den Teilnehmern traten insgesamt 318 Großmeister ans Brett. Zusätzlich spielten 175 FIDE-Meister um die Ehre, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Mit insgesamt drei Teams bei den Damen und Herren (offener Bereich) repräsentierten Deutschland bei der Schacholympiade 2008 in Dresdens Kongresszentrum. Mit je einer Mannschaft traten der IBCA (Blindenschach), das ICSC (taubstumme Menschen) und der IPCA (Spieler mit Körperbehinderungen) an. Zum ersten Mal dabei waren 2008 in Dresden Teilnehmer aus den Ländern Gabun, Madagaskar und Montenegro.

Deutschland nicht auf dem Treppchen – Resultate der Schacholympiade

In den gemischten Teams belegten Deutschlands Teams die Plätze 13, 35 und 42. Für die Damenteams war das beste Ergebnis der Platz 21. Die beiden anderen Teams belegten die Plätze 34 und 47. Durch die beste ELO-Performance der deutschen Schachspieler zeichnete sich Georg Meier aus. Er erreichte 2779.

Armenien gewann im offenen Turnier, unter den Augen des Staatspräsidenten Sersch Sarkissjan, nach 2006 zum zweiten Mal den Wettstreit. Platz zwei, die Silbermedaille im offenen Turnier, durfte das Team aus Israel für sich reklamieren. Auf Platz drei folgte die USA.

Bis zum Ende spannend war der Ausgang der Schacholympiade 2008 bei den Frauen. In einer knappen Entscheidung über die Zweitwertung setzte sich das Team Georgiens gegen die Rivalinnen aus der Ukraine durch. Für das Damenteam der USA reichte es wieder „nur“ zum dritten Platz auf dem Treppchen.

Mit dem Gaprindashvilicup, für das beste kombinierte Gesamtergebnis zwischen offenem Team und der Damenmannschaft, zeichneten die Honoratioren der Schacholympiade 2008 in Dresden die Ukraine aus. n nur 11 Runden gespielt. Außerdem wurde der Auslosungsmodus geändert.

Sinn war es, krasse Unterschiede der Stärke zwischen den Teilnehmern auszugleichen. Gearbeitet wurde nun über Setzlisten, wobei die in der ersten Hälfte gesetzten Teams in den zwei ersten Runden Extrapunkte erhielten. Erst ab Runde drei wurden die Begegnungen nach tatsächlichem Punktestand ausgelost. Ein weiteres Novum war, dass erstmals bei Gleichstand der Punkte die Olympiade-Sonneborn-Berger-Wertung zu Anwendung kam.

Unpünktlichkeit und fehlende Aufmerksamkeit für den Veranstaltungsverlauf bleiben seit Olympia 2008 im Schach nicht mehr ungestraft. Jeder Spieler musste zum offiziellen Rundenbeginn am Tisch sein, sonst wurde die Partie als verloren gewertet. Insgesamt wurden durch Nachlässigkeit der Teams 5 Partien nach dieser Regel als verloren gewertet.

Weiteres Novum der Reformolympiade – kein Remis in den ersten 30 Zügen

Remis gehören zu Schachalltag, um endlose Partien zu verhindern, bei denen es am Ende keinen Gewinner geben wird. Spieler dürfen sich auf das Remis einigen, wenn sie eine Remis-Situation für die Partie erkennen. Neu war auf der Reformolympiade, dass die ersten 30 Züge gespielt werden mussten. Erst danach durften sich die Spieler auf Remis verständigen.

Über ihre Züge nachdenken durften die Spieler 90 Minuten für die ersten 40 Züge. Weitere 30 Minuten räumte das Regelwerk für den Rest der Partie ein. Pro Zug wurden allerdings zusätzlich 30 Sekunden addiert.

Teilnehmerfeld – 1270 Spieler im Wettstreit

Das Teilnehmerfeld der Schacholympiade 2008 in Dresden teilte sich in 548 Frauen und 722 Männer auf. Begrüßen durfte Dresden Teilnehmer aus insgesamt 141 Ländern der Welt. Gespielt wurde in 257 Mannschaften. Reine Damenteams traten 111 an. Offene Teams, (Männerteams, bei denen Damen mitspielen dürfen) waren es 146. Über mangelnde Prominenz konnte sich Dresden bei den teilnehmenden Schachspielern nicht beklagen. Den höchsten Elo-Schnitt (2756) hatte die Aufstellung Russlands.

Unter den Teilnehmern traten insgesamt 318 Großmeister ans Brett. Zusätzlich spielten 175 FIDE-Meister um die Ehre, auf dem Siegertreppchen zu stehen. Mit insgesamt drei Teams bei den Damen und Herren (offener Bereich) repräsentierten Deutschland bei der Schacholympiade 2008 in Dresdens Kongresszentrum. Mit je einer Mannschaft traten der IBCA (Blindenschach), das ICSC (taubstumme Menschen) und der IPCA (Spieler mit Körperbehinderungen) an. Zum ersten Mal dabei waren 2008 in Dresden Teilnehmer aus den Ländern Gabun, Madagaskar und Montenegro.

Deutschland nicht auf dem Treppchen – Resultate der Schacholympiade

In den gemischten Teams belegten Deutschlands Teams die Plätze 13, 35 und 42. Für die Damenteams war das beste Ergebnis der Platz 21. Die beiden anderen Teams belegten die Plätze 34 und 47. Durch die beste ELO-Performance der deutschen Schachspieler zeichnete sich Georg Meier aus. Er erreichte 2779.

Armenien gewann im offenen Turnier, unter den Augen des Staatspräsidenten Sersch Sarkissjan, nach 2006 zum zweiten Mal den Wettstreit. Platz zwei, die Silbermedaille im offenen Turnier, durfte das Team aus Israel für sich reklamieren. Auf Platz drei folgte die USA.

Bis zum Ende spannend war der Ausgang der Schacholympiade 2008 bei den Frauen. In einer knappen Entscheidung über die Zweitwertung setzte sich das Team Georgiens gegen die Rivalinnen aus der Ukraine durch. Für das Damenteam der USA reichte es wieder „nur“ zum dritten Platz auf dem Treppchen.

Mit dem Gaprindashvilicup, für das beste kombinierte Gesamtergebnis zwischen offenem Team und der Damenmannschaft, zeichneten die Honoratioren der Schacholympiade 2008 in Dresden die Ukraine aus.

Dies war ein Rückblick in die Geschichte auf die Schacholympiade 2008 in Dresden.
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