Aufgaben der Schufa

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – kurz Schufa – hat ihren Hauptsitz Wiesbaden. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Speicherung von Daten zu Personen, die ihr die Vertragspartner liefern. Neben den Banken und Leasinggesellschaften sind das der Versandhandel, Versicherungsunternehmen und Mobilfunkanbieter. An mehreren Standorten in Deutschland arbeiten weit mehr als 700 Mitarbeiter.

Weitergabe von gespeicherten Daten

Die Schufa sammelt die Daten, um sie an ihre Vertragspartner auf Anfrage wieder zurückzugeben, damit diese vor einem Vertragsabschluss Informationen über das bisherige Zahlungsverhalten der potenziellen Kunden bekommen. Diese Informationen sollen den Vertragspartnern dabei helfen, sich vor Kreditausfällen und vor Kunden mit schlechter Zahlungsmoral zu schützen. Ein Partner der Schufa darf die Daten zu einer Person allerdings immer nur dann einholen, wenn die Person vorher schriftlich sein Einverständnis gegeben hat. Das geschieht über die sogenannte Schufa-Klausel.

Welche Daten speichert die Schufa?

Das sind personenbezogene Daten wie der Name, die Anschrift, das Geburtsdatum und für die Kreditvergabe relevante Informationen zum Beispiel zur Höhe bisher aufgenommener Kredite und deren Laufzeit, zu Kreditkarten, zur Einrichtung von Girokonten usw. Außerdem holt sich die Schufa Informationen aus den bei den Amtsgerichten ausliegenden Schuldnerverzeichnissen. Die Schufa speichert keine Daten, die mit dem Einkommen oder dem Kontostand von Personen zu tun haben. Meldet ein Vertragspartner allerdings, dass einem Kreditnehmer der Kredit gekündigt wurde, gehen diese Informationen in die Schufa des Betroffenen ein. 90 Prozent der Informationen, die die Schufa gespeichert hat, sind positiv und beeinflussen einen eventuellen Kreditabschluss auch entsprechend, weil sie dem Kunden für die Vergangenheit eine ordentliche Zahlungsmoral und eventuell Krediterfahrung bestätigen. Alle negativen Informationen, die zu bestimmten Personen gespeichert sind, hat die Schufa von ihren Vertragspartnern bekommen. Bei einer Anfrage gibt sie diese Informationen weiter, sodass sich andere Kreditgeber vor diesen Kunden schützen können. In der Regel führen negative Schufa-Eintragungen zu einer Kreditablehnung. Bei Bagatellfällen kann es sein, dass der Kreditgeber den Kredit dann mit einer zusätzlichen Bürgschaft absichern möchte. Negative Eintragungen bleiben über einen gewissen Zeitraum bei der Schufa gespeichert, für die Löschung gibt es unterschiedliche Fristen.

Die Eigenauskunft

Jeder Verbraucher hat das Recht gegen eine geringe Gebühr bei der Schufa eine Eigenauskunft zu beantragen, wenn er wissen möchte, wer welche Daten eingemeldet hat. Das kann insbesondere dann wichtig werden, wenn die Bank eine Kreditvergabe ablehnt und der Kreditnehmer keine Erklärung hat, warum. Zu Unrecht gespeicherte Informationen werden auch wieder gelöscht. Ihre Eigenauskunft bei der Schufa können Sie direkt hier beantragen: www.meineschufa.de